Kategorie: Allgemein

Ausbilder*in gewerblich-technische Metallberufe: Schwerpunkt Schweißtechnik / Teilzeit

Unser Ausbildungszentrum im östlichen Ruhrgebiet vermittelt die Themen Metallverarbeitung, Elektrotechnik und Moderne Wartungstechnik in einer modern ausgestatteten Ausbildungswerkstatt. Die Schulungen werden dadurch industrie- und praxisnah durchgeführt, damit die Teilnehmer*innen die notwendigen Kompetenzen für ihren Beruf vollständig erlernen und erfahren. Unser Ausbildungszentrum ist eine Initiative regionaler Unternehmen.

 

Zum 01.07.2020 suchen wir für das östliche Ruhrgebiet im Großraum Lünen einen

 

Ausbilder*in gewerblich-technische Metallberufe

Schwerpunkt Schweißtechnik / Teilzeit

 

Ihre Aufgaben:

  • Durchführung der praktischen und theoretischen Ausbildung von industriellen Metallberufsbildern (Schwerpunkt Schweißtechnik)
  • Durchführung und Betreuung von Umschulungsmaßnahmen in industriellen Metallberufen
  • Umsetzung und Anpassung vorhandener Ausbildungskonzepte für das Trainingszentrum
  • Entwicklung neuer Bildungsangebote und -produkte
  • Vermittlung der Lehrinhalte an jugendliche Auszubildende
  • Nutzung moderner Ausbildungsinstrumente (e-learning, etc.)
  • Gewährleistung des hohen Ausbildungsstandards

 

Wir wünschen uns von Ihnen:

  • Interesse am Umgang mit Seminarteilnehmern (Auszubildende, Umschüler, Fachlich zu unterweisendes Personal)
  • Abgeschlossene Ausbildung in einem der Berufsfelder Industriemechanik, Zerspanungsmechanik oder Werkzeugmechanik (oder vergleichbar) mit Berufserfahrung
  • Ausbildereignungsprüfung (AdA)
  • Meisterprüfung, Abschluss Technikerschule, Fachwirt, Studium oder vergleichbares wünschenswert
  • Qualifikationen zur Vermittlung der gängigen Schweißtechniken
  • Affinität zu Ausbildung, Training und Schulung
  • Didaktische und Methodische Kompetenzen zur Vermittlung der Lehrinhalte
  • Berufserfahrung im Produktionsbereich eines metallverarbeitenden Unternehmens
  • Kenntnisse in der Steuerung von CNC-Maschinen
  • Teamfähigkeit, strukturierte Arbeitsweise und Kooperationsfähigkeit
  • Flexibilität
  • Kommunikationsstärke und Überzeugungskraft
  • Schulungserfahrung

 

Wir bieten Ihnen:

  • ein top ausgestattetes Trainingszentrum mit modernsten Maschinen- und Anlagen
  • Equipment und Literatur
  • eine abwechslungsreiche Stelle in einem motivierten Team
  • eine Anstellung in Teilzeit ab ca. 20 Stunden/Woche
  • eine leistungsgerechte Entlohnung je nach Qualifikation
  • familienfreundliches Unternehmen

 

Finden Sie sich in unserem Profil wieder? Dann freuen wir uns über Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen, bitte per Mail an Lucas Sprink info[at]gpdm.de

Für Ihre Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung 05251 7760-54.

www.bang-netzwerke.de

Mint Programme Review

A must attend programme for every young professional to launch a successful career in Germany. The two month programme strikes a good combination of both soft skills development and gaining profound insights on the current career trends and intricacies of the European job market. Through weekly group sessions carefully constructed to cater to topics such as understanding the labour market, identification of personal strengths, tips on efficient job hunting, analyzing job advertisements, self-marketing and many many more, this programme has definitely given me a huge edge over my peers in the competitive job market. In addition, the many intensive one to one personal sessions lead to continuous improvement on vital job interview presentation skills and extensive revisions of the professional resume and cover letter. To add to all this, the ever friendly and always helpful mentors Frau Nicola Pilz and her Assistant kept all the very high information packed sessions very interesting, creative and interactive. Their commitment, continuous corrective advices and ever eagerness to clear any doubt was often beyond the level of professional commitment and definitely helped maintained our motivation and focus. The programme further included the provision of obtaining a professional resume photo, opportunity for mock interviews and help in registering oneself onto the Germany wide ‘Agentur für Arbeit’ job portal. In short I owe all thanks to this programme for equipping me with profound knowledge and professional skills needed launch a successful career in Germany and can confidently recommend this programme to anybody who aspires the same.

R.Balaji
Masters Programme (MSc.) in Computer Science
Universität Paderborn

Moritz – Meine Ausbildung bei der gpdm mbH

von links: Sibylle Petry, Moritz Nauber, Nicola Pilz

Meine Entscheidung das Studium zu unterbrechen und stattdessen eine Ausbildung zu beginnen, ist rückblickend betrachtet ein sehr guter Schritt gewesen. Nicht nur hatte ich Zweifel meine Fähigkeiten betreffend das Studium erfolgreich zu Ende zu bringen, auch mangelte es mir stark an Selbstorganisation. Daher entschied ich mich kurzerhand eine Ausbildung zu beginnen, einfach auch um eine Sicherheit zu haben.
Die Ausschreibung der gpdm auf der JOBBÖRSE der Agentur für Arbeit kam damals wie gerufen und passte zudem noch optimal zu mir: Gesucht wurde ein Studienabbrecher mit guten Englischkenntnissen.
Die erste Zeit in der Ausbildung war härter als erwartet. Nicht weil es vom Stoff her besonders anspruchsvoll war oder weil ich ein halbes Jahr (ich bin erst im Januar eingestiegen) nachholen musste. Es war schwierig einen geregelten Tagesrhythmus zu erlangen und das frühe Aufstehen war zu Beginn eine echte Qual.
Meine Familie hat meinen Entschluss das Studium zu unterbrechen anfangs nicht verstanden und drängten mich beinahe das Studium weiter fortzuführen, doch ich lies mich kurz nach Vertragsabschluss mit der gpdm exmatrikulieren und blieb meiner Entscheidung treu. Meine Freunde gratulierten mir, weil sie scheinbar gesehen hatten, dass es im Studium nicht so gut lief und freuten sich für mich.
Mein Ausbildungsberuf sollte mit meinen Kenntnissen und Vorlieben und vor allem mit meinem bisherigem Studium konform sein, so entschied ich mich für den Kaufmann für Büromanagement. Wie vermutlich jeder Ausbildungsgang hat auch dieser seine Vor- und Nachteile. Zu den Vorteilen zählt vor allem der kaufmännisch-verwaltende Anteil. Was Organisation, Planung und Koordination in jeder erdenklichen Weise angeht, wird man hier gut ausgebildet. Zudem bekommt man in einem mittelständischen Unternehmen wie der gpdm auch projekt- und bereichsübergreifend viel mit. Allerdings haben eben diese Betriebe nicht die gleichen Möglichkeiten wie große Konzerne, sodass ich auf eine Praxisphase in der Finanzbuchhaltung oder der Personalabteilung verzichten musste, da diese quasi nicht vorhanden sind.
Wer also eine ganzheitliche Ausbildung sucht und jede mögliche Abteilung durchlaufen will, ist vermutlich bei einem großen Konzern besser aufgehoben.
Wer jedoch nicht nur eine Nummer sein will und ein eher familiäres und sehr kollegiales Miteinander im Arbeits- und Ausbildungsalltag bevorzugt, der ist bei einem Unternehmen wie der gpdm mbH bestens aufgehoben. Zudem fand ich es persönlich sehr angenehm, dass meine Vorgesetzten sehr flexibel waren und mir nie Steine in den Weg gelegt haben. D.h. ich konnte ein Auslandspraktikum absolvieren und auch Arbeitszeitabsprachen konnten unkompliziert getroffen werden. Dies wäre in einem größeren Unternehmen vermutlich nicht möglich gewesen.
Jetzt nach meiner Ausbildung werde ich mich wieder darauf konzentrieren meinen Bachelorabschluss zu erlangen, mit neuem Selbstbewusstsein, neuen Fähigkeiten und einer besseren Selbstorganisation.
Alles in Allem bereue ich keine Sekunde meiner Ausbildung und danke an dieser Stelle allen Kollegen für die lehrreiche und schöne Zeit.

Moritz

Langer, aber erfolgreicher Weg

Balla Toure beginnt Ausbildung bei Hadi-Plast

Text und Fotos:  Wortart, Almut Thöring M.A.

Hövelhof. Geschafft: Nach einem sechsmonatigen Praktikum bei der Hadi-Plast GmbH Kunststoff-Verarbeitung in Hövelhof hat Balla Toure dort nun seine Ausbildung als Maschinen- und Anlagenführer für Kunststofftechnik begonnen. Ein langer, beschwerlicher Weg liegt hinter dem 27-jährigen Malier, der bei dem auf die Herstellung technischer Präzisions-Spritzgussteile spezialisierten Unternehmen vollen Einsatz zeigt. Aufmerksam bewegt sich Balla Toure zwischen den Maschinen und vor allem zwischen seinen neuen Kollegen, mit denen er sich bereits ganz gut unterhalten kann. Für ihn ist das ein völlig anderes Umfeld als 2012, als er seiner damals von Islamisten besetzten Heimatstadt Gao entfloh.

Vormittags absolviert Toure in Paderborn seinen Sprachkurs, der noch bis Ende August dauern wird. Nachmittags beginnt bei Hadi-Plast in Hövelhof für ihn seine Arbeit als Auszubildender in der Spätschicht. Hinzu wird, wie bei allen Auszubildenden, noch der Unterricht in der Berufsschule kommen, die für Toures Ausbildung in der Kunststoffbranche in Lemgo angesiedelt ist. Sein Wille, das zu schaffen, beeindruckt. Auch Dr. Karsten Anger, Geschäftsführer Forschung und Entwicklung: „Balla Toure zieht ein unglaubliches Programm durch. Dem gebührt unser aller Respekt.“ Anger, der sonst mit internationalen Studierenden der regionalen Hoch- und Fachhochschulen zusammenarbeitet, ist begeistert vom persönlichen Einsatz des neuen Schützlings aus Afrika.

Den Kontakt zwischen der Hadi-Plast GmbH und dem Mann, der zwar seit 2014 in Deutschland lebt, dessen Asylantrag aber immer noch nicht bearbeitet ist, kam durch Sibylle Petry zustande. Sie vermittelt für die Gesellschaft für Projektierungs- und Dienstleistungsmanagement mbH (gpdm) zwischen Flüchtlingen, Ehrenamtlichen der Flüchtlingshilfe, der Arbeitsagentur mit ihrem für Flüchtlinge und Asylbewerber eingerichteten Integration Point sowie der Ausländerbehörde. Bezahlt wird ihre Tätigkeit über das IvAF-Projekt „alpha OWL II“ (Integration von Asylsuchenden und Flüchtlingen). Das Angebot wird durch den Europäischen Sozialfonds sowie das Bundesministerium für Arbeit und Soziales gefördert. „Über Ehrenamtliche habe ich erfahren, dass Balla Toure als zuverlässiger Mann eine Perspektive sucht. So kam der Kontakt zustande“, sagt Petry.

Balla Toure zeigt Sibylle Petry auf dem Globus die Strecke seiner Reise. Von Gao über Malis Hauptstadt Bamako bis nach Deutschland dauerte sie zwei Jahre. (Fotos: Wortart, Almut Thöring)
Balla Toure zeigt Sibylle Petry auf dem Globus die Strecke seiner Reise. Von Gao über Malis Hauptstadt Bamako bis nach Deutschland dauerte sie zwei Jahre. (Fotos: Wortart, Almut Thöring)

So lang wie die Arbeitstitel der beteiligten Organisationen, so langwierig scheint der Weg für Betroffene zu sein. Denn ein Flüchtling oder Asylbewerber kann nicht einfach in einem Betrieb „ein Praktikum“ absolvieren; auch dafür gibt es strikte Regeln, die vom Mindestlohn über die Sprachkenntnisse fest definiert sind. Ralf Dirks, Geschäftsführer der Hadi-Plast GmbH: „Ohne die Unterstützung seitens Frau Petry hätten wir Balla Toure ab dem 1. Juni 2016 sicherlich keinen Ausbildungsplatz anbieten können. Ein mittelständisches Unternehmen kann einfach kein Personalbüro für solche Einzelfälle einrichten. Da sind spezielle Kenntnisse und Kontakte nötig, und der behördliche Aufwand, den sie übernommen hat, ist enorm.“ Das bestätigt auch Michael Lumperda von der IHK, der um die Probleme für Unternehmen weiß, die Flüchtlingen wie Asylbewerbern gerne einen Ausbildungsplatz anbieten würden. „Wir arbeiten daran, dass diese Zielgruppe über eine spezielle Einstiegsqualifizierung eine geregelte Vorausbildung erhält, die definierte Ausbildungsinhalte mit Sprach- und Integrationsmodulen verbindet“, sagt Lumperda. Dafür hat die IHK Ostwestfalen zu Bielefeld für 2016 insgesamt 100.000 Euro bereit gestellt. „Das ist ein guter Anfang“, wertet Dirks, der mit der schnellen, unbürokratischen Zusammenarbeit mit der IHK sehr zufrieden ist.

Dem Kunststoffspritzguss-Unternehmen wird auch jetzt noch einiges abgefordert. „Wer vernünftig lernen will, muss vernünftig wohnen“, begründet Dirks die Entscheidung, Balla Toure den Sprachkurs zu ermöglichen und bei der Suche nach einer bezahlbaren kleinen Wohnung zu helfen, damit er nicht in der Flüchtlingsunterkunft wohnen muss. Von hier aus kann er dann seinen neuen Wohnort und die neue Heimat erschließen, in aller Ruhe lernen, aber auch ausruhen. Das ist nötig, denn Balla Toure büffelt samstags auch noch eine Stunde Mathe bei Gertrud Grönert, einer ehrenamtlichen Kraft in Hövelhof. Mit ihrer Hilfe will er den Anschluss in der Berufsschule schaffen. In Gao, seiner Heimatstadt in Mali, hat er elf Jahre lang die Schule besucht. Das ist lange her. Der Mann, der zwei Jahre für seine Flucht von Goa über Malis Hauptstadt Bamako, das Nachbarland Mauretanien, Marokko, Spanien und Frankreich bis nach Deutschland gebraucht hat, ist aber sehr zuversichtlich. Mit fünf anderen Männern hat er per Ruderboot die Kontinente an der engsten Stelle im Mittelmeer gewechselt. Damals haben ihn und seine Begleiter Mitarbeiter des Roten Kreuzes aus den Fluten gerettet. Heute sind es, neben seinem festen Willen, es selbst zu schaffen, über ein Netzwerk verbundene engagierte Menschen und Unternehmer, die anderen eine Chance geben, sich hier mit eigener Kraft zu integrieren.

-> Artikel NEUE WESTFÄLISCHE

-> Artikel Hadi-Plast

Unternehmen, die Flüchtlingen oder Asylsuchenden einen Ausbildungsplatz anbieten können, können sich bei der IHK wenden an:

Attila Sepsi
Berufliche Bildung
Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld
Elsa-Brändström-Str. 1 – 3, 33602 Bielefeld
Tel: 0521 554-163
E-Mail: a.sepsi@ostwestfalen.ihk.de

Flüchtlinge und Asylsuchende, die einen Praktikums- oder Ausbildungsplatz oder einen qualifizierten Arbeitsplatz suchen, können sich, wie ehrenamtliche Flüchtlingshelfer auch, außerdem direkt an  Sibylle Petry wenden:

Sibylle Petry
gpdm mbH
Breslauer Str. 31, 33098 Paderborn
Projekt alpha OWL II
Tel: 05251 7760-15
E-Mail: spetry@gpdm.de

 

Nachhaltigkeits-Check

NachhaltigkeitscheckNachhaltige Projektarbeit bedeutet zukunftsfähige, wirtschaftlich erfolgreiche Projektarbeit unter Einbeziehung sozialer, kultureller und ökologischer Gesichtspunkte.

Genau hier setzt der Sustainability Check an: internationale Projekte werden vor Ort systematisch analysiert und strategisch so ausgerichtet, dass sie nachhaltig fortgeführt werden können.
Nach einer detaillierten Analyse der Ist-Situation werden gemeinsame Termine bei Entscheidern, Unternehmen und Wirtschaftsorganisationen vor Ort durchgeführt. Gemeinsame mit dem Kunden werden eine Meilensteinplanung entwickelt sowie Arbeitspakete für und mit einzelnen Verantwortlichen definiert.
Der Kunde erhält über ein objektives und unabhängiges Expertenurteil hinaus konkrete Handlungsempfehlungen für seine nächsten Schritte.

Er erhält auf diese Weise die Möglichkeit, leistungsstarke Partner in seinem Land zu gewinnen, mit denen er den langfristigen Projekterfolg sichern kann.

Ein Sustainability Check umfasst je nach inhaltlicher Anforderung 13-15 Beratertage, davon 3-4 Tage vor Ort.

weitere Informationen/Flyer

Bereicherung auf allen Ebenen

Mit ausländischen High Potentials in die Fachkräftelücken der Mittelständler

Klugen Köpfen aus dem Ausland eine Orientierung bieten und sie bei den ersten Schritten auf dem deutschen Arbeitsmarkt begleiten – das sind Anliegen des Projektes „MINT – Making your Career in Germany“. Seit September 2014 betreut die Gesellschaft für Projektierungs- und Dienstleistungsmanagement (gpdm), gefördert von der Agentur für Arbeit, ausländische Studenten während der letzten Schritte Ihres Studiums und hilft bei der Suche nach geeigneten Arbeitsstellen.

„Das sind sehr aufgeschlossene und wissensdurstige Menschen, mit denen wir im Projekt arbeiten dürfen“, berichtet Projektleiterin Nicola Pilz, „es macht Spaß, mit ihnen zusammenzuarbeiten.“ Die meisten Teilnehmer kommen über das International Office der Universität Paderborn in das Projekt und seien aus Indien. Sie hätten einen wahren Marathon aus Klausuren und Hausarbeiten hinter sich, neben dem sie noch Deutsch lernen und generell im deutschen Alltag ankommen mussten. Den direkten Kontakt in die Arbeitswelt habe man bis dahin noch gar nicht gesucht und genau da „beginnt unsere Arbeit“, sagt Pilz.

Angefangen bei deutschen Höflichkeitsformen über ein überzeugendes Anschreiben für die Bewerbung bis hin zur Vermittlung von Bewerbungsgesprächen ist die gpdm für 8 Wochen der Ansprechpartner für die Studenten. Zeitlich müsse man da flexibel sein, sagt Nicola Pilz, „da trifft man sich auch schon mal abends um 20 Uhr in einer Hawaii Bar, um die stark eingespannten Teilnehmer zu erreichen.“

Auch Rüdiger Matisz, Geschäftsführer der Agentur für Arbeit in Paderborn, ist von „MINT“ als Baustein der Aktivitäten der Agentur im Bereich der Integration von ausländischen Mitarbeitern in die Region Ostwestfalen überzeugt: „Die Schulung und Begleitung ist sehr wichtig, nach dem ersten Jahr kann man das allmählich auch in den Ergebnissen beobachten. Etwa 70 Prozent der Teilnehmer aus dem ersten Projektdurchgang konnten erfolgreich in Arbeitsverhältnisse begleitet werden.“ Die Quote werde aber noch ausgebaut werden, so Matisz, „dafür müssen sich allerdings die heimischen Unternehmen weiter öffnen und ausländische Studenten in ihre Abläufe integrieren.“ Oftmals sei die Angst vor sprachlichen oder kulturellen Schwierigkeiten im Unternehmen immer noch stärker als die Not, Fachkräfte für sich zu gewinnen.

Eine Angst, die Avantys Geschäftsführer Markus van Wesel nicht nachvollziehen kann. „Die ausländischen Studenten bereichern unser Arbeitsleben und ein bisschen mehr Englisch in der Unternehmenskultur hat noch keinem schadet.“ Auch Alfred Schapansky, der Geschäftsführer Entwicklung des Software-Unternehmens aus Bad Lippspringe, will die neuen Kräfte nicht mehr missen: „Neben großem Engagement und Höflichkeit fällt bei den Studenten eine bereits enorme Berufserfahrung auf. Die haben in ihrem Heimatland teilweise schon zwei Jahre für große Unternehmen programmiert und arbeiten extrem projektorientiert.“ Diese Orientiertheit ist auch das, was den Studenten an dem mittelständischen Unternehmen in OWL gefällt. Die direkte Beteiligung an den Arbeitsprozessen gebe es sonst nirgends. „Wir arbeiten sehr eng mit den Kunden zusammen“, berichtet Software-Entwickler Sourav Senapati, der so begeistert von der Betreuung im MINT-Programm war, dass er auch allen seinen Mitbewohnern das Programm schmackhaft machen konnte: „Was man hier zu einem Projekt beiträgt, hat auch wirklich Gewicht und ist nicht nur eine Übung.“

Hinzu komme mit Ostwestfalen noch eine Region, die eine sehr hohe Lebensqualität biete. Für Elektro-Ingenieur Salman Khan ist Paderborn die perfekte Mischung: „You can find party and peace here“. Deshalb sei es für ihn die logische Folge gewesen, dass ihm auch seine Frau nach Deutschland folgt, die derzeit ihren Master an der Universität Paderborn mache. Und hoffentlich danach eine Stelle in OWL finde.

MINT Career Flyer 2015-2016