Logistikjobs: Spannend wie in einem Thriller

Juli 2012 | gpdm und Verbände kooperieren

Logistikjobs: Spannend wie in einem Thriller

Verantwortungsvoller Beruf: René Wallburg von der Schauspielschule Kassel mimt einen Azubi zum Berufskraftfahrer.

Um Jugendliche für die Branche zu begeistern, hat die Kasseler Gesellschaft für Projektierungs- und Dienstleistungsmanagement mbH (gpdm) mit der Kommunikationsagentur clipmedia aus Kassel einen Imagefilm im Genre eines Thrillers produziert. Auch auf dem Gelände der Alten Hammerschmiede in Kassel drehte das Team. „Der Film wendet sich direkt an Jugendliche und dient bei Info-Veranstaltungen, Messen und dergleichen mehr als Aufmacher, um danach Fakten und Inhalte zu vertiefen“, erklärt Roger Voigtländer von gpdm.

Die Probleme: Der Bewerbermarkt sei leergefegt, geeignete Jugendliche hätten nicht selten mehrere Stellenzusagen gleichzeitig in der Tasche und der Ruf der Branche wäre nicht immer gut. Deutschlandweit müssen beispielsweise pro Jahr 15.000 Kraftfahrer ersetzt werden, ausgebildet werden gerade mal zwei- bis dreitausend Jugendliche“, sagt Voigtländer. „Aber auch Fachlageristen fehlen und zunehmend Speditionskaufleute.“

 

Zwar dient der Film dazu, zielgruppengerecht auf die Branche und deren Anliegen aufmerksam zu machen – doch damit allein geben sich die gpdm und der Fachverband Güterkraftverkehr und Logistik Hessen e.V. nicht zufrieden. Gemeinsam führen sie das Projekt „Themenoffensive Logistik“ weiter, unter anderem durch Projekttage, Praktika sowie Infoveranstaltungen für Schüler, Lehrer und Eltern. Ebenso sollen Auszubildende aus den Betrieben eingebunden werden.

 

Wirschaft Nordhessen | Ausgabe Juli 2012

Die Logistikbranche boomt. Deutschland hat sich seit der Öffnung des europäischen Ostens zum Warendrehkreuz entwickelt. Davon profitieren Transporteure ebenso wie die Lager- und Umschlagsbetriebe. Nordhessen – vor allem in den Regionen Kassel und Bad Hersfeld – ist einer dieser Logistik-Hotspots. Zentrale Auslieferungslager von Volkswagen, Amazon und Libri kooperieren mit hiesigen Spediteuren. Das schafft Arbeitsplätze und zugleich Fachkräfteknappheit.